Re:Speech Release Event: Erinnern und Ausblick

|

Am 25. November feierte das Medienprojekt Re:Speech den Release seiner bundesweiten Printausgabe zusammen mit den Gastrednerinnen Efi Latsoudi (Trägerin des Nansen-Flüchtlingspreises 2016 des UN-Flüchtlingskommissariats), Bahar Aslan (Publizistin aus Köln zum NSU-Terror) und über 70 weiteren Gästen im Bahnhof Langendreer.

Die Beiträge von Efi Latsoudi und Bahar Aslan machten deutlich, wie die Lebenssituation der Geflüchteten und MigrantInnen in Deutschland und der Europäischen Union sich entwickelt haben. Efi Latsoudi stellte die Arbeit der Initiative Pikpa auf der griechischen Insel Lesvos vor, die vielen Geflüchteten Zuflucht bietet – eine Arbeit, die in Zeiten der humanitären Krise an den EU-Außengrenzen Leben rettet. Bahar Aslan lenkte in ihrer Rede den Blick auf den Rassismus in Deutschland und zeigte auf, in welchem gesellschaftlichen Klima der NSU-Terror möglich wurde und warum es wichtig ist, den Stimmen der Geflüchteten und MigrantInnen zuzuhören.

Durch die Reden wurde auch sichtbar, dass immer noch großer Bedarf nach Engagement für eine plurale Gesellschaft, in der Menschen unabhängig von Herkunft und Sprache willkommen sind, besteht. Die KollegInnen von dem Zeitungsprojekt NeuInDeutschland zeigten in ihrer Präsentation, wie ein solches Engagement konkret aussehen kann. Dass Kommunikation und Dialog nicht allein über Sprache und Text funktionieren, stellten die Musiker von „Flamenco Syrio“ (Abdullah Khalil und Ahmad Balhawan) eindrücklich dar. Für das Projekt Re:Speech sprachen Hatun Citkin und Tareq Alaows. Sie präsentierten ihre Beiträge in der Printausgabe, die sich mit den Fluchtursachen (Citkin: Aus dem Sinjar-Gebirge nach Dortmund – eine Reportage über die Vertreibung der EzidInnen aus dem Irak)  und der Situation der Geflüchteten in Deutschland (Alaows: Vertreibung nach der Flucht – die Folgen der Wohnsitzauflage in NRW) beschäftigten. Ein musikalischer Ausklang des Abend wurde von dem WorldBeatClub geboten.

Wir bedanken uns bei allen Gästen auf der Bühne und im Publikum, den ProjektteilnehmerInnen und insbesondere dem Team des Bahnhof Langendreer für die gemeinsame Organisierung und Durchführung des Events. Der Abend hat Mut und Kraft gegeben, den Weg hin zu einer Gesellschaft frei von Hass und Rassismus weiterzugehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.